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Dokumentations- und

Beratungsstelle des Bundes

zum Thema Wolf

Im Frühjahr 2000 wurden in der Muskauer Heide im Nordosten von Sachsen an der Grenze zu Polen zum ersten Mal seit der Ausrottung des Wolfes in Deutschland wieder wildlebende Wolfswelpen geboren. Ihre Eltern wanderten aus dem benachbarten Polen ein. Nachdem in den folgenden fünf Jahren die weitere Etablierung dieser Tierart nur zögerlich verlief, ist seit 2006 ihre dynamische Ausbreitung zu beobachten. Inzwischen leben in allen östlichen Bundesländern territoriale Wölfe. Auch im Süden bzw. Westen von Deutschland, wo bisher nur Niedersachsen Wolfsrudel beherbergte, schreitet die Entwicklung voran. Auch in unseren Nachbarländern Tschechien, Dänemark und Österreich tauchen zunehmend Wölfe auf. Sie stammen meist aus der mitteleuropäischen Flachlandpopulation (auch unter dem Begriff Zentraleuropäische Flachlandpopulation bekannt), die wir mit Polen teilen. Hin und wieder wandern einzelne Wölfe aus der in unseren südlichen Nachbarländern beheimateten Alpenpopulation nach Deutschland ein. So wird es immer wichtiger, die in den Bundesländern erhobenen Daten zum Vorkommen von Wölfen, aber auch zu den damit verbundenen Konflikten, bundesweit aufzubereiten und zur Verfügung zu stellen.