• „DBBW“

    Die „Dokumentations- und
    Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf“

  • Monitoring

    Wolfsterritorien in Deutschland - Entwicklung seit dem Jahr 2000.

  • Territorien

    Eine Übersicht der nachgewiesenen Wolfsterritorien in Deutschland seit dem Jahr 2000.

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  • DBBW
  • Die offizielle Seite der DBBW, der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf

DBBW, die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf

Zu unseren Aufgaben gehört es, die Behörden von Bund und Ländern bei Fragen zu wildlebenden Wölfen zu beraten und die in den Bundesländern erhobenen Daten zum Wolfsvorkommen bundesweit zusammenzufassen und in aufbereiteter Form der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Die DBBW stellt die hier dargestellten Informationen im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz mit Mitteln des BMUB zusammen. Auf den folgenden Seiten finden Sie aktuelle Ergebnisse aus dem Monitoring des deutschen Wolfsvorkommens sowie Informationen aus dem Management von Wölfen in Deutschland - wie die nationale Statistik zu Übergriffen auf Nutztiere, sowie allgemeine Hintergrundinformationen zur Tierart Wolf.

Aktuelles

09.07.2018, Wolf hat drei Menschen in den Bieszczady-Bergen im Südosten Polens gebissen

Die genetischen Analysen im Institut für Genetik und Biotechnologie an der Universität in Warschau ergaben, dass das Tier, welches in Süd-Ost-Polen drei Menschen gebissen hat, ein Wolf aus der Karpatischen Population war.

In den Bieszczady-Bergen im Südosten Polens, etwa 8 Kilometer von der Grenze zur Slowakei und der Ukraine entfernt, wurden am Dienstag, den 26. Juni 2018, zwei Kinder im Alter von 8 und 10 Jahren durch einen Wolf gebissen und dabei leicht verletzt. Die Kinder wurden im Krankenhaus behandelt und konnten nach einigen Stunden wieder entlassen werden. Das Tier wurde noch am selben Abend erschossen.
Das Verhalten dieses Tieres ist für die meisten wilden Wölfe nicht typisch: der Wolf zeigte gegenüber Menschen wenig Vorsicht und suchte in der Nähe des Dorfes Wetlina regelmäßig Nahrung im Siedlungsbereich. Anwohner und Touristen berichteten, dass sie das Tier im Umkreis von Imbissständen beobachtet hätten. Es wird vermutet, dass das gleiche Tier zwei Wochen zuvor eine Frau auf einem Campingplatz gebissen hat und dabei leichte Verletzungen an ihrem Bein verursacht hat. Die Genehmigung, das verhaltensauffällige Tier zu entfernen, wurde damals sofort von der Generaldirektion für Umweltschutz erteilt, allerdings konnten die Jäger das Tier zunächst nicht ausfindig machen.

Der nun geschossene Wolf wurde von Tierärzten untersucht. Die vorläufige Obduktion ergab, dass es sich um ein einjähriges männliches Tier handelte, das in gutem Gesundheitszustand war und keine Anzeichen auf Krankheiten oder Verletzungen aufwies (abgesehen, der durch den Schuss verursachten). Allerdings waren die Krallen des Tieres relativ kurz und beschädigt, ähnlich denen von Hunden in Gehegen mit Betonböden. Aufgrund dieser Beobachtungen vermuten polnische Experten, dass das Tier möglicherweise in einem Gehege gehalten wurde, aus dem es entwichen ist. Die illegale Praxis, Wölfe in Gehegen zu halten, besteht laut den polnischen Experten in der Region noch weiterhin fort.

Derzeit wird versucht zu ermitteln, ob der Wolf wie vermutet, zuvor tatsächlich in Gefangenschaft gehalten wurde, regelmäßig einen der umliegenden kommerziell betriebenen Futterplätze besuchte, an denen Wildtierfotografen Bären und Wölfe fotografieren können, oder sogar direkt von Menschen gefüttert wurde.

Quellen: AfN Wolf (http://www.polishwolf.org.pl/) & LCIE (Large Carnivore Initiative for Europe)

Aktuelle Pressemitteilungen der Bundesländer

Sachsen-Anhalt - Illegal getöteter Wolf bei Lübars (Möckern)

Am 11.07.2018 wurde dem Wolfskompetenzzentrum Iden (WZI) des Landesamtes für Umweltschutz vormittags ein vermutlich toter Wolf auf einem Feld bei Lübars (Möckern) gemeldet. Zwei Mitarbeiterinnen des WZI begutachteten daraufhin den Fundort und verbrachten den Kadaver zur weiteren Untersuchung in das Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) nach Berlin. Die dort durchgeführte pathologische Untersuchung bestätigte den Wolfsverdacht. Des Weiteren stellte sich heraus, dass das Tier durch illegalen Beschuss getötet wurde.

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Sachsen - Illegal geschossener Wolf am Ufer des Tagebausees Mortka (LK Bautzen) gefunden

Am 10.06.2018 wurde von Spaziergängern am Tagebausee Mortka ein an der Wasseroberfläche treibender Kadaver eines Wolfes in Ufernähe entdeckt. Bei der Bergung des Kadavers wurde festgestellt, dass der Brustraum des Wolfes Löcher aufwies und um den Bauch des toten Wolfes ein Strick gebunden war. Am anderen Ende des Strickes war ein Betongewicht befestigt, mit dem der Kadaver im Tagebausee versenkt wurde. Auf Grund des Verdachts auf eine illegale Tötung wurde die Polizei bei der Bergung hinzugezogen.

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Sachsen - Zwei Wölfe nördlich von Leipzig (LK Nordsachsen) nachgewiesen

Am 29.05.2018 wurden zwei Wölfe im Umfeld des Werbeliner Sees zwischen Leipzig und Delitzsch (LK Nordsachsen) von einer automatisch auslösenden Wildkamera (Fotofalle) des Landratsamtes Nordsachsen fotografiert. Bereits am 24.04.2018 wurde ein Wolf in diesem Gebiet durch eine Fotofallen-Aufnahme nachgewiesen. Im Rahmen des Monitorings soll nun geklärt werden, ob sich ein neues Wolfspaar im Umfeld des Werbeliner Sees etabliert hat, oder ob dieses Gebiet zum Einzugsbereich des im Winter in der Dübener Heide bestätigten Wolfspaares gehört.

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