DBBW, die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf
Zu unseren Aufgaben gehört es, die Behörden von Bund und Ländern bei Fragen zu wildlebenden Wölfen zu beraten und die in den Bundesländern erhobenen Daten zum Wolfsvorkommen bundesweit zusammenzufassen und in aufbereiteter Form der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Die DBBW stellt die hier dargestellten Informationen im Auftrag des Bundesamts für Naturschutz mit Mitteln des BMUV zusammen. Auf den folgenden Seiten finden Sie aktuelle Ergebnisse aus dem Monitoring des deutschen Wolfsvorkommens sowie Informationen aus dem Management von Wölfen in Deutschland - wie die nationale Statistik zu Übergriffen auf Nutztiere, sowie allgemeine Hintergrundinformationen zur Tierart Wolf.
Aktuelles
In den verschiedenen Medien kursiert aktuell ein Bericht über einen angeblichen Angriff eines Wolfs auf ein zweijähriges Kind am 18. Juli 2026 in der Toskana/ Italien, der nur dadurch verhindert worden sein soll, dass sich der Familienhund dem Wolf in den Weg stellte und dabei getötet wurde.
Eine Nachfrage bei den italienischen Zoologen und Wolfsforschern Dr. Valeria Salvatori vom EU-geförderten LIFE Wild Wolf-Projekt, in dem Fälle von potenziell auffälligem Wolfsverhalten nachrecherchiert werden, und Prof. Luigi Boitani von der Universität Rom, Vorsitzender der europäischen Expertengruppe für Großkarnivoren der IUCN ergab, dass diese Darstellung falsch ist. Richtig ist, dass ein Wolf einen Hund am Rand eines nicht eingezäunten Waldgrundstücks angegriffen und getötet hat. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich das Kind und die Mutter innerhalb des Hauses und hätten den Vorfall durch das Fenster beobachtet.
Weiterlesen … Fakten zum Angriff eines Wolfs auf einen Hund in der Toskana
Erstmals haben sich Goldschakale in Schleswig-Holstein angesiedelt. Ein territoriales Goldschakalpaar konnte im Kreis Plön nachgewiesen werden. Es konnten zwei Goldschakale anhand ihres charakteristischen Heulens identifiziert werden: Das Heulen dieser Art ist unverwechselbar, so dass es als verlässlicher Nachweis (C1) bewertet werden kann. Insgesamt neun Ton-Aufnahmen der beiden Tiere wurden innerhalb von etwa zwei Wochen dokumentiert.
Weiterlesen … Erstes Goldschakal-Territorium in Schleswig-Holstein
Der Wolf, der in den vergangenen Tagen mehrfach in Hamburg gesichtet wurde und eine Frau verletzte, wurde in die Freiheit ausgewildert. Am Abend des Ostersonntags wurde das Tier mit einem Sender ausgestattet und erfolgreich ausgesetzt. Im Rahmen des LIFE Wild Wolf-Projektes wird der Wolf nun länderübergreifend konsequent überwacht. Sein Standort wird stehts nachvollzogen und Jäger können jederzeit kurzfristig eingreifen. Im Sinne des Tierschutzes macht die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) zum Standort des Tieres keine Angaben.
Weiterlesen … Nach Vorfall in Hamburg: Wolf ausgewildert und unter intensiver Beobachtung