Archiv der Pressemitteilungen

Erstes hessisches Wolfspaar bestätigt

Durch eine DNA-Probe, die am 3. Juni 2021 im Rheingau-Taunus-Kreis bei Oestrich-Winkel genommenen wurde, ist das erste Wolfspaar in Hessen bestätigt. Bisher galt in dem Gebiet nur die Wölfin GW1798f als sesshaft. Mit der neuen Losungsprobe wurde nun das männliche Tier GW1958m wiederholt über drei Monate in der Region nachgewiesen. Damit zählen die beiden nach bundesweit einheitlichen Kriterien als Wolfspaar – das erste seit der Wiederbesiedlung Hessens durch den Wolf. Ob bereits Reproduktion stattgefunden und die Wölfin Welpen geboren hat, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt.

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Nordrhein-Westfalen - Territoriales Wolfspaar im Hohen Venn grenzüberschreitend mit Belgien bestätigt

Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) bestätigt, dass sich im Wolfsgebiet Eifel – Hohes Venn ein Wolfspaar angesiedelt hat. Das Territorium dieses Wolfspaares liegt schwerpunktmäßig im belgischen Teil des Hohen Venns östlich von Eupen in der Provinz Lüttich und reicht über die Landesgrenze bis nach Monschau in die Städteregion Aachen. Es handelt sich um einen männlichen Wolf mit der Kennung GW926m und eine Wölfin mit der Kennung GW1943f.

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Weitere Wölfe in Sachsen am Sender

In diesem Frühjahr konnten in Sachsen weitere Wölfe mit Senderhalsbändern ausgestattet werden: „Cora“ (FT13), „Rona“ (FT14) und „Lea“ (FT15). Zusammen mit dem Wolfsrüden „Peter“ (MT8), der im April 2020 besendert worden war, liefern damit aktuell drei Wölfe Daten für das sächsische Wolfsmonitoring. „Cora“ hatte ihren Sender bereits nach kurzer Zeit wieder verloren. Das teilte die Fachstelle Wolf des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie heute in Dresden mit.

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Abgrenzung der Mitteleuropäischen Wolfspopulation genetisch gut abgesichert

Beim Schutz und der rechtlichen Betrachtung des Status des Wolfes spielt die Abgrenzung von "Management-Einheiten" (management units) eine wichtige Rolle. In Deutschland lebende Wölfe gehören überwiegend der Mitteleuropäischen Wolfspopulation an, zu der auch die Vorkommen in Westpolen gehören. In einem 2020 in der internationalen Fachzeitschrift "Wildlife Biology" veröffentlichten Artikel (Gula et al., 2020) stellen fünf Autoren aus Polen die These auf, dass sich die mitteleuropäische und die baltische Population nicht unterscheiden und als eine Mangagement-Einheit behandelt werden sollten. In einer Antwort widerspricht ein internationales Autorenteam unter Beteiligung von Senckenberg und dem LUPUS Institut dieser Annahme und zeigt Fehler in Argumentation von Gula et al., (2020) auf. Neuere Studien (z.B. Szewczyket al. 2019) beweisen, dass sich die mitteleuropäische von der baltischen Wolfspopulation genetisch unterscheiden und somit trotz des geographischen Zusammenwachsens nach wie vor eine reproduktive Trennung besteht.

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Hessen - Sesshafter Wolf im hessisch-baden-württembergischen Grenzgebiet

Ein weiterer Wolf lebt in Hessen: Neben den vier territorialen weiblichen Wölfen (vgl. PM vom 22. März 2021, 16. April 2020 und 3. März 2020) gilt nun auch ein männlicher Wolf im Odenwald als sesshaft. Der Rüde mit der Bezeichnung GW1832m wurde erstmals am 17. September 2020 im Norden Baden-Württembergs, nahe der hessischen Grenze, genetisch erfasst. Am 3. April 2021 wurde nun die DNA dieses Wolfes an einem Schafriss in Oberzent im hessischen Odenwaldkreis nachgewiesen. Damit gilt der Wolf als länderübergreifend territorial.

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