Archiv der Pressemitteilungen

Weitere Wölfe in Sachsen am Sender

In diesem Frühjahr konnten in Sachsen weitere Wölfe mit Senderhalsbändern ausgestattet werden: „Cora“ (FT13), „Rona“ (FT14) und „Lea“ (FT15). Zusammen mit dem Wolfsrüden „Peter“ (MT8), der im April 2020 besendert worden war, liefern damit aktuell drei Wölfe Daten für das sächsische Wolfsmonitoring. „Cora“ hatte ihren Sender bereits nach kurzer Zeit wieder verloren. Das teilte die Fachstelle Wolf des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie heute in Dresden mit.

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Abgrenzung der Mitteleuropäischen Wolfspopulation genetisch gut abgesichert

Beim Schutz und der rechtlichen Betrachtung des Status des Wolfes spielt die Abgrenzung von "Management-Einheiten" (management units) eine wichtige Rolle. In Deutschland lebende Wölfe gehören überwiegend der Mitteleuropäischen Wolfspopulation an, zu der auch die Vorkommen in Westpolen gehören. In einem 2020 in der internationalen Fachzeitschrift "Wildlife Biology" veröffentlichten Artikel (Gula et al., 2020) stellen fünf Autoren aus Polen die These auf, dass sich die mitteleuropäische und die baltische Population nicht unterscheiden und als eine Mangagement-Einheit behandelt werden sollten. In einer Antwort widerspricht ein internationales Autorenteam unter Beteiligung von Senckenberg und dem LUPUS Institut dieser Annahme und zeigt Fehler in Argumentation von Gula et al., (2020) auf. Neuere Studien (z.B. Szewczyket al. 2019) beweisen, dass sich die mitteleuropäische von der baltischen Wolfspopulation genetisch unterscheiden und somit trotz des geographischen Zusammenwachsens nach wie vor eine reproduktive Trennung besteht.

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Hessen - Sesshafter Wolf im hessisch-baden-württembergischen Grenzgebiet

Ein weiterer Wolf lebt in Hessen: Neben den vier territorialen weiblichen Wölfen (vgl. PM vom 22. März 2021, 16. April 2020 und 3. März 2020) gilt nun auch ein männlicher Wolf im Odenwald als sesshaft. Der Rüde mit der Bezeichnung GW1832m wurde erstmals am 17. September 2020 im Norden Baden-Württembergs, nahe der hessischen Grenze, genetisch erfasst. Am 3. April 2021 wurde nun die DNA dieses Wolfes an einem Schafriss in Oberzent im hessischen Odenwaldkreis nachgewiesen. Damit gilt der Wolf als länderübergreifend territorial.

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Genetische Studie zur Besiedlung Deutschlands durch den Wolf veröffentlicht

In einer 2021 im Wissenschaftsjournal "Heredity" erschienen Studie mit dem Titel "How the west was won: genetic reconstruction of rapid wolf recolonization into Germany’s anthropogenic landscapes" werden grundlegende Ergebnisse des genetischen Monitorings aus der frühen Besiedlungsphase der deutschen Wolfspopulation bis zum Monitoringjahr 2015/16 beschrieben. Die Studie basiert auf 1342 gesammelten Proben, die 524 Wolfsindividuen zugeordnet werden konnten.

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Baden-Württemberg - Umweltministerium weist neues Fördergebiet Wolfsprävention im Naturraum Odenwald aus

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hat heute (24.03.) den Naturraum Odenwald als neues Fördergebiet Wolfsprävention ausgewiesen. Es ist das zweite Fördergebiet dieser Art in Baden-Württemberg, nachdem sich dort der Wolfsrüde GW1832m niedergelassen hat. Das Fördergebiet umfasst etwa 94 Städte und Gemeinden. Von Neckargemünd (Rhein-Neckar-Kreis) im Westen bis Boxberg (Main-Tauber-Kreis) im Osten. Von Wertheim (Main-Tauber-Kreis) im Norden bis Neckarsulm (Landkreis Heilbronn) im Süden. Das Gebiet umfasst eine Fläche von 2630 Quadratkilometern.

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